US-Abgeordneter: "Homo-Ehe ist Sozialismus"
Der Republikaner Steve King erklärte in einem Interview, dass er die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben ablehne, weil das eine sozialistische Idee sei.
King erklärte gegenüber einem christlichen Radiosender, dass bei einer Legalisierung der Homo-Ehe alle Schranken fallen würden, etwa das Inzest-Verbot. Dies werde von bestimmten Gruppen gefördert, die Amerika in ein sozialistisches Land verwandeln wollen.
Erst wenn die Ehe durch Homosexuelle zerstört sei, könnten Aktivisten den freien Markt vernichten, glaubt der 60-Jährige: "Am Ende gibt es einen Kampf für eine sozialistische Gesellschaft, in der die Grundlagen der individuellen Rechte und Freiheiten untergraben werden. Alle müssen in Planwirtschaft von Ressourcen aus einer Quelle leben", so King. "Einer der Wege, dieses Ziel zu erreichen, ist die Öffnung der Ehe. Wenn die Ehe vernichtet ist, erreichen sie ihr Ziel". Die Homo-Ehe trage damit zur Gleichmacherei und zum Ende des Individualismus in den Vereinigten Staaten bei. Sie sei daher nicht nur eine "radikale soziale Idee", sondern ein "sozialistisches Konzept".
Die Homo-Ehe ist in den USA ein großes Thema, da gegenwärtig einzelne Staaten darüber entscheiden, ob Schwule und Lesben künftig heiraten dürfen. Bislang haben fünf der 50 Bundesstaaten die Ehe geöffnet, neun weitere haben Eingetragene Partnerschaften eingeführt. Größte Gegner der Gleichberechtigung im Eherecht sind die republikanische Partei sowie protestantische und katholische Kirchen.
King ist seit 2003 Abgeordneter des Repräsentantenhauses in Washington. Sein Wahlkreis liegt in Iowa und umfasst unter anderem Sioux City. Der Besitzer einer Baufirma gehört zu den konservativsten Kongressabgeordneten in Washington. So setzt er sich für ein Abtreibungsverbot ein, fordert größere Freiheiten beim Waffenbesitz und kritisiert, dass Antidiskriminierungsrichtlinien in Wirklichkeit eine gefährdete Gruppe im Volk unterdrücken würden, nämlich weiße Männer.
Quelle: queer.de
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