Sonntag, 14. März 2010
Geschrieben von: CSD-Vorstand   
Montag, den 05. Oktober 2009 um 16:19 Uhr

Der LSVD lud zur Klausurtagung

Schwerin/ - Der LSVD-Landesverband der Lesben und Schwulen in MV Gaymeinsam e.V. und die 12 Mitgliedsvereine haben auf einer Klausurtagung vom 02.10.-04.10.2009 in Güstrow über die zukünftigen Arbeitsschwerpunkte der lesbisch-schwulen Beratungsstellen in unserem Land MV beraten. Unter anderem wurde folgendes dabei festgestellt:

 

 

 

Die lesbisch-schwulen Vereine, Gruppen und Initiativen in Mecklenburg-Vorpommern sehen weiterhin großen Handlungsbedarf bei der Aufklärung zu gleichgeschlechtlichen Lebensweisen in allen Teilen der Gesellschaft. Schulen, Jugendeinrichtungen aber auch Einrichtungen der Erwachsenenbildung haben die Möglichkeit, entsprechende Aufklärungsprojekte bei den regionalen Vereinen in Rostock, Stralsund, Greifswald, Neubrandenburg, Schwerin, Wismar, Parchim oder Grevesmühlen zu ordern. Betroffene als auch ausgebildetes Fachpersonal gestalten die Aufklärungsveranstaltungen spielerisch und pädagogisch abwechslungsreich. Diese Angebote werden in jüngster Vergangenheit von den Einrichtungen zu wenig genutzt. Aufklärungsarbeit ist das effektivste Mittel gegen Hass und Gewalt gegenüber Homosexuellen und anderen Minderheiten.

 

 

 

Gleichzeitig stehen der LSVD-LV MV Gaymeisnam e.V. und seine Mitgliedsvereine Opfern von schwulenfeindlicher Gewalt für Beratung und Hilfe zur Verfügung. Gleichzeitig fordern die Mitgliedsverbände die Schaffung eines Ansprechpartners für gleichgeschlechtliche Lebensweisen bei der Polizei, nach dem Vorbild anderer Bundesländer wie Berlin.

 

 

 

Im Bereich der lesbisch-schwulen Beratungsstellen ist in den vergangenen Jahren von Seiten vieler Kommunen der Rot-Stift angesetzt worden. Viele Beratungsleistungen mussten auf Kosten der Opfer zurückgefahren werden. Wir fordern die öffentliche Hand auf, ihre Bemühungen im Kampf gegen schwulenfeindliche Gewalt nicht aufzugeben. Das Ministerium für Soziales und Gesundheit unterstützt die Arbeit der Vereine seit Jahren kontinuierlich in diesem Kampf, die Kommunen haben sich jedoch immer mehr zurückgezogen. Ein Trend, der auf zunehmende Schwierigkeiten der öffentlichen Haushalte der Kommunen zurück zu führen ist.

 

 

 

Die lesbisch-schwulen Beratungsstellen in unserem Bundesland arbeiten ehrenamtlich mit einem immer weiter steigenden Zeitaufwand. In Zeiten knapper öffentlicher Kassen werden somit immer wieder die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft getroffen.

 

 

 

Das Ministerium für Soziales und Gesundheit des Landes MV und der LSVD-LV MV Gaymeinsam e.V. laden so z.B. am 18.11.2009 zu einer Fachtagung „Homophobie-lesben- und schwulenfeindliche Gewalt“ in Schwerin ein. Anmeldungen können noch unter der folgender Adresse erfolgen.

 

 

Weitere Informationen, Beratung und Projekte könnten unter folgender Adresse angefordert werden. LSVD-LV MV Gaymeinsam e.V., Lübecker Straße 48, 19053 Schwerin, Tel. 0385-557554, Fax: 03841-214711, e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Internet: www.gaymeinsam-mv.de

 

Roy Rietentid

Dipl. Soz. Päd.

Geschäftsführung

LSVD-LV MV Gaymeinsam e.V.

Tel. 0171-1996495

 

 

 

 

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