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QFF (Queer Football Clubs) sind groß im Kommen

Kiel - Heute starten die europaweiten FARE-Aktionen (Football against Racism in Europe) mit dem Schwerpunkt Homophobie. Komisch, dass außerhalb der schwul-lesbischen Presse davon noch nüscht zu lesen ist. Und interessant - wie immer - dass es um Fans im Männerfußball und um schwule (Profi-)Fußballer geht. Die lesbische Frauenfußballwelt wird und wird nicht thematisiert. Das irritiert mich jedes Mal auf's Neue. Hier ist die Problemlage nicht die Fankurve, sondern die Befürchtung, Sponsoren und Unterstützung zu verlieren, so dass eine Kultur des nicht-drüber-Redens entstanden ist, die sich auch hält, obwohl die Spielerinnen im privaten und beruflichen Umfeld mittlerweile meist selbstverständlich und offen leben.
(Freddy [CSD-Nord])
Auch der DFB unterstützt Kampagnen
Fan Club Nationalmannschaft stellt sich gegen Homophobie

Hamburg - Der Fan Club Nationalmannschaft powered by Coca-Cola hat die Erklärung "Gegen Diskriminierung im Fußball" am Mittwoch in Hamburg unterschrieben. Im Rahmen eines Round-Table-Gesprächs, an dem Repräsentanten von schwul-lesbischen Fanclubs und Organisationen sowie der ehemalige Spieler Marcus Urban teilnahmen, wurde zuvor in Anwesenheit von DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger einmütig festgestellt, dem Kampf gegen Homophobie in den Stadien künftig den angemessenen höheren Stellenwert einzuräumen.
Dazu hat der DFB auch Flyer drucken lassen, in dem die Fans unter anderem in einem Beitrag von Dr. Theo Zwanziger dazu aufgefordert werden, sich gegen jede Art von Diskrimierung von Homosexuellen in der Fußball-Szene zu engagieren. Die Flyer wurden an alle Vereine der Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga und der beiden Regionalligen zum Verteilen geschickt und wurden beim Länderspiel am Mittwoch gegen Finnland auch am Fanbus im Stadion in Hamburg verteilt.
DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger erklärte in dem Round-Table-Gespräch am Mittwoch in Hamburg unter anderem: „Das Engagement des DFB gegen Homophobie ist auch ein Kampf gegen Vorurteile, die es früher einmal gab. Heute ist das ein Beitrag, den Fußball als Botschaft gegen Diskriminierung und andere gesellschaftliche Irrwege zu nutzen. Unser Ziel muss es sein, Minderheiten respektvoll und fair zu begegnen. An dieser Thematik müssen wir immer kontinuierlich weiter arbeiten.“
Sein besonderer Dank galt Tanja Walther-Ahrens, der deutschen Repräsentantin der European Gay and Lesbian Sports Federation. „Sie ist mir eine gute Freundin und Ratgeberin geworden, seitdem ich beim Fankongress 2007 in Leipzig begriffen habe, dass der Kampf gegen Homophobie auch ein wichtiger Bestandteil des Kampfes gegen Diskriminierung ist“, betonte DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger.
Quelle: www.dfb.de
Der offitielle DFB-Flyer "Viele Farben - ein Spiel!"
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