Mittwoch, 10. März 2010
Geschrieben von: CSD-Vorstand   
Samstag, den 07. November 2009 um 14:39 Uhr

Homo-Aktivisten gewinnen Volksentscheid

Washington - Die Bürger des US-Bundesstaates Washington haben mit knapper Mehrheit für die Beibehaltung von Eingetragenen Partnerschaften gestimmt.

 

Demnach stimmten nach Auszählung von drei Viertel aller Stimmen 52,5 Prozent für Referendum 71, 47,5 Prozent lehnten es ab. Die meisten noch ausstehenden Stimmen kommen aus King County, in dem sich auch die Metropole Seattle befindet. Hier war die Zustimmung zur Anerkennung von Homo-Partnerschaften mit 70 Prozent am höchsten. Amerikanische Medien gehen daher davon aus, dass der Vorsprung für die "Ja"-Seite uneinholbar ist.

"Wähler im ganzen Staat haben sich die persönlichen Geschichten von lesbischen und schwulen Familien angehört. Sie haben sich dann entschieden, dass alle Familien gleich behandelt werden sollen", erklärte Anne Levinson von der Gruppe "Washington Families Standing Together". Homo-Gegner haben ihre Niederlage noch nicht eingestanden; sie erklärten am Donnerstagabend, dass es theoretisch noch möglich wäre, eine Mehrheit zu erlangen.

Washington hat "Domestic Partnerships" im Jahr 2007 eingeführt und die Rechte nach und nach ausgeweitet. Heute haben eingetragene Homo-Paare in dem Westküstenstaat die gleichen Rechte und Pflichten wie verheiratete Heteros; nur den Namen "Ehe" dürfen sie nicht benutzen.

Das Referendum war von Homo-Gegnern auf den Wahlzettel gesetzt worden: Sie sammelten die nötigen 120.000 Unterschriften, um einen Volksentscheid in dem 6,5 Millionen Einwohner zählenden Bundesstaat zu erzwingen.

Vor wenigen Tagen mussten Homo-Aktivisten in Maine eine empfindliche Niederlage hinnehmen: Nach Kalifornien lehnte auch der Pine Tree State die bereits vom Parlament beschlossene Ehe-Öffnung mit knapper Mehrheit ab. Wie in allen US-Referenden um schwul-lesbische Grundrechte sprachen sich vor allem die christlichen Kirchen gegen die Gleichberechtigung von gleichgeschlechtlichen Paaren aus. (dk)
 

Link: Wahlwerbespot in den USA auf YouTube

Quelle: queer.de
 

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