Berlin - Die Initiative der Bundesländer Berlin, Bremen und Hamburg, ein Diskriminierungsverbot aufgrund der sexuellen Identität in das Grundgesetz aufzunehmen, fand keine Mehrheit. Die Länderkammer lehnte es am Freitag ab, einen entsprechenden Gesetzentwurf in den Bundestag einzubringen.
Aufgrund des Artikels 3, Absatz 3 der Verfassung darf bereits niemand "wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden". Auch darf niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Schwarz-Grün in Hamburg, Rot-Grün in Bremen und Rot-Rot in Berlin hatten die Initiative eingebracht, den Diskriminierungsschutz auf Schwule und Lesben auszudehnen.
Projekt „Gleichgeschlechtliche Lebensweisen in Deutschland“
Das Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb) hat die Lebenssituation von gleichgeschlechtlichen Paaren, die mit Kindern zusammenleben, in Deutschland erstmals umfassend untersucht.
Berlin - Der Koalitionsvertrag zwischen Union und FDP für die nächsten vier Jahre im Bund steht: Nach mehr als elfstündigen Verhandlungen einigten sich beide Seiten am frühen Samstag Morgen auf letzte Details.
Ungleichbehandlung von Ehe und eingetragener Lebensgemeinschaft im Bereich der betrieblichen Hinterbliebenenrente (VBL) verfassungswidrig
Karlsruhe/Schwerin -
Das Bundesverfassungs-gericht in Karlsruhe hat einem Beamten aus Hamburg Recht gegeben, der in einer eingetragenen gleichgeschlechtlichen Partnerschaft lebt und sich durch die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder zu unrecht behandelt fühlte, weil diese ihn nicht in die Steuerklasse III für Verheiratete einstufte.
Rostock/Schwerin - Bei der letzten Mitgliederversammlung wurde der Vorstand des CSD Rostock e.V. damit beauftragt, sich der Initiative, die auch schon die Länder Hamburg, Berlin und Bremen durchlaufen haben, anzuschließen und auch in Mecklenburg Vorpommern die Angleichung des Artikel 3 des Grundgesetzes zu fordern. Dies ist diese Woche geschehen.
Kiel - Heute starten die europaweiten FARE-Aktionen (Football against Racism in Europe) mit dem Schwerpunkt Homophobie. Komisch, dass außerhalb der schwul-lesbischen Presse davon noch nüscht zu lesen ist. Und interessant - wie immer - dass es um Fans im Männerfußball und um schwule (Profi-)Fußballer geht. Die lesbische Frauenfußballwelt wird und wird nicht thematisiert. Das irritiert mich jedes Mal auf's Neue. Hier ist die Problemlage nicht die Fankurve, sondern die Befürchtung, Sponsoren und Unterstützung zu verlieren, so dass eine Kultur des nicht-drüber-Redens entstanden ist, die sich auch hält, obwohl die Spielerinnen im privaten und beruflichen Umfeld mittlerweile meist selbstverständlich und offen leben.
Schwerin - Der LSVD-Landesverband der Lesben und Schwulen in MV Gaymeinsam e.V. und die 12 Mitgliedsvereine haben auf einer Klausurtagung vom 02.10.-04.10.2009 in Güstrow über die zukünftigen Arbeitsschwerpunkte der lesbisch-schwulen Beratungsstellen in unserem Land MV beraten. Unter anderem wurde folgendes dabei festgestellt:
Hamburger Bürgerschaft fordert Ergänzung des Gleichheitsartikels im Grundgesetz - Bundesratsinitiative mit Stimmen der CDU gestartet
Hamburg - Die Hamburger Bürgerschaft hat gestern beschlossen, eine Bundesratsinitiative zur Ergänzung von Artikel 3 GG um einen Diskriminierungsschutz für Homosexuelle zu starten. Dazu erklärt Axel Hochrein, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD): Wir begrüßen die Hamburger Initiative zur Ergänzung des Gleichheitsartikels im Grundgesetz um das Merkmal "sexuelle Identität". Nach Berlin und Bremen hat damit ein drittes Bundesland angekündigt, sich im Bundesrat für eine Grundgesetzänderung zugunsten eines Diskriminierungsschutzes für Lesben, Schwule und Transgender einzusetzen.
Die Nordeutschen Neuesten Nachrichten schrieben auf Ihrer Webseite am 18.07.2009: Bunt, schrill und laut
ROSTOCK - Unter dem Motto "Eure Freiheit muss auch unsere sein" wird sich am Sonnabend ab 15 Uhr die ChristopherStreetDay (CSD) - Parade der Schwulen und Lesben durch die Rostocker Innenstadt bewegen. "Das ist unsere Art, unsere Rechte durchzusetzen", sagt Frank-Egon Naß, Vorstandsmitglied und Pressesprecher des CSD Rostock.
Unter dem Motto: "Eure Freiheit muss auch UNSERE sein!" feierten knapp 4.000 Teilnehmer in der Hansestadt Rostock den 7. Christopher Street Day. Begonnen hat die Demonstration um 15 Uhr mit einem Umzug durch die Innenstadt. Am Neuen Markt wurde ein Straßenfest mit einem Bühnenprogramm bis in die späten Abendstunden gefeiert. SHAPE FM hat von 14 bis 22 Uhr LIVE berichtet. Punkt 22 Uhr: die offizielle CSD-Abschlussparty im MOYA mit mehreren Dancefloors.